Geburtsbericht Zwillinge – Der Tag an dem mein Leben Kopf stand

In diesem emotionalen Zwillingsgeburtsbericht erzählt uns Kim Z. von ihren Erfahrungen. Am 16. Juli 2018 bringt Kim ein gesundes Zwillingspärchen auf die Welt und ist seitdem glückliche Mama. Lies hier ihren Geburtsbericht Zwillinge.

16. Juli 2018 – Der Tag, an dem mein Leben auf den Kopf gestellt werden sollte. Ich lag bereits zwei Wochen zuvor im Krankenhaus, erst mit Wehen und verkürztem Muttermund, dann mit Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung. Die Ärzte erklärten mir, wir werden von Tag zu Tag schauen. Sobald die Werte sich verschlechtern, ziehen wir die Reißleine und holen die beiden. Da war ich in der 36. Schwangerschaftswoche. Am 15. Juli waren meine Blutwerte nicht mehr gut. Aus diesem Grund teilte mir das Ärzteteam mit, die Babys am nächsten Tag zu holen, wenn alle Kinderärzte im Haus sind.

Ein Tag vor der Geburt – so viele Emotionen

Da lag ich also, Ida auf 1800 g und Mattis auf 2050 g geschätzt. Die Lungenreifungsspritzen hatten sie bereits zwei Wochen zuvor erhalten. Ich wusste, es sind die letzten Stunden, die ich mit ihnen in meinem Bauch verbringe. Alles was danach geschah, wie ihr Zustand ist und, ob alles gut geht, war zu diesem Zeitpunkt ungewiss.

Zwillingsgeburt – am Tag des Kaiserschnitts

16. Juli 2018, Montag, 6 Uhr: Vor lauter Nervosität bombardierte ich meinen Ehemann Jack und meine Mutter mit Anrufen. Ich hatte solche Angst, dass sie verschlafen und nicht rechtzeitig kommen. Um 7.45 Uhr sollte ich aus meinem Zimmer abgeholt werden. Vorab stand ein CTG an und um 9 Uhr der Kaiserschnitt. Jack sollte mit in den Operationssaal und meine Mutter draußen warten. Sobald die Zwillinge auf der Welt waren, sollte meine Mutter sie begleiten, damit mein Mann bei mir bleiben konnte. So war es geplant. Natürlich kam alles anders, als man denkt.

Die Geburt der Zwillinge naht –  Geburtsbericht Zwillinge

Eine Hebamme bereitete mich für den Kaiserschnitt vor. Um 8.50 Uhr ging es in den OP-Saal. Das Operationsteam versicherte mir, sobald die lokale Anästhesie gesetzt und alles verhangen ist, holen sie meinen Mann dazu. Von dort an war alles wie ein Film, der an mir vorbeilief. Ich musste mich nach vorne beugen über eine Art Hocker. Dann wurde mir die Periduralanästhesie in den Rücken gesetzt. Keine Minute später fühlte es sich an, als ob meine Beine einschliefen. Das Team legte mich auf eine Liege, fixierte meine Hände und erklärte mir, dass das nur zur Sicherheit sei, damit ich nicht vor Panik in die Operation eingreife. Alles wurde mit Tüchern verhangen und mein Ehemann geholt. Er saß an meinem Kopf, hielt meine Hand und war einfach nur da.

Und plötzlich waren meine Zwillinge geboren

Alles ging so furchtbar schnell. Es fühlte sich beinahe, wie Achterbahn fahren an, weil es so ruckelte. Um 9.19 Uhr gratulierte mir die Hebamme: Herzlichen Glückwunsch Frau Z. hier ist ihr Mattis. Sie zeigte mir kurz meinen Sohn und brachte ihn direkt zum bereitstehenden Kinderarztteam. Danach holten sie Ida. Auch meine neugeborene Tochter wurde uns nur kurz gezeigt und schon kam sie zu den Ärzten. Danach dachte sich mein Körper: Gut, jetzt sind beide Kinder da. Mehr muss ich nicht machen. Zack bekam ich einen Kreislaufzusammenbruch. Das Anästhesisten-Team gab mir etwas dagegen. Zwischenzeitlich wurde ich zugenäht. Zur Sicherheit wurde ich eine Stunde in den Aufwachraum gebracht und an einen Monitor angeschlossen.

Unendliche Stunden des Wartens nach der Geburt der Zwillinge

Als ich eineinhalb Stunden nach der Geburt zurückkam, hatte niemand meine Zwillinge gesehen bis auf das Krankenhauspersonal. Meine Mutter und mein Mann warteten weinend auf Neuigkeiten von mir und den Zwillingen. Erst nach weiteren 30 Minuten kam die Hebamme herein, zeigte uns zwei Fotos von den beiden Engeln und teilte uns mit, dass Mattis einige Startschwierigkeiten hatte und dadurch eine Atemunterstützung benötigte. Auf dem Foto sah man mehr Maske als Baby. Sie berichtete uns, er hätte 46,5 cm und 2300 g und seine kleine Schwester 46 cm und 2150 g, mehr als gedacht und, dass das super ist. Jack und Mama durften sie nun endlich sehen. Sie lagen im Neozimmer im Wärmebettchen. Ich wurde mit dem Bett in mein Zimmer gebracht und gegen 18 Uhr konnte ich mithilfe meiner Mutter und den Schwestern im Rollstuhl zu den Kindern. Mattis hatte seine Atemhilfe schon nicht mehr gebraucht und sie lagen da wie kleine Puppen. Ich war unendlich glücklich und erleichtert. Der schlimmste und schönste Tag meines Lebens zugleich.

Das erste gemeinsame Familienfoto am Tag der Geburt

Mittlerweile sind die Zwillinge Ida und Mattis über ein Jahr alt und entwickeln sich prächtig. Vielen lieben Dank liebe Kim, für deinen tollen Geburtsbericht Zwillinge. Hast du ähnliche Erfahrungen wie Kim gemacht? Berichte davon in einem Kommentar. Du hast Lust, über deine Geburt zu schreiben, dann lass es mich wissen!

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Hier gleich den nächsten Geburtsbericht lesen: Geburt Zwillinge – Plötzlich überkam mich eine Übelkeit


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