Zwillinge, Hier findest du einen Beitrag zur Entwicklung der Mehrlingsgeburten in Deutschland.

Zwillinge – Zahlen und Fakten

Zwillinge – im ersten Moment für viele ein Schock, für andere ein unerreichbarer Traum. Doch die Zahlen sprechen für sich: Es gibt zunehmend Mehrlingsgeburten. Denn seit 1980 hat sich die Zahl der Mehrlingsgeburten mehr als verdoppelt. Lies hier über die aktuelle Entwicklung.

Seit 1980 hat sich die Zahl der Mehrlingsgeburten mehr als verdoppelt, teilte das Statistische Bundesamt Ende 2020 mit. Alleine 2019 gab es 29.000 Mehrlingsgeburten, darunter 14.088 Zwillingsgeburten, 265 Drillingsgeburt und fünf sonstige Mehrlingsgeburten (Statistisches Bundesamt, 2020). Im Jahr 2017 waren es noch 13.637 Zwillingsgeburten, wie du hier in einem früheren Beitrag von mir Zwillingsschwangerschaft ein unaufhaltsamer Trend entnehmen kannst.

2019 war somit jedes 27. Neugeborene ein Mehrlingskind. Bei 40 Prozent aller Mehrlingsgeburten war die Mutter zwischen 30 und 34 Jahren. 26 % der Mehrlingsmütter waren im Alter von 35 bis 39 Jahren und 21 % in der Altersspanne 25 bis 29 Jahren vertreten. Lediglich sechs Prozent aller Mütter bekamen ihre Mehrlinge unter 25 Jahren oder zwischen 40 und 44 Jahren (Statistisches Bundesamt, 2020).

In den Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind alle Mehrlingsgeburten erfasst, unabhängig davon, ob künstliche Befruchtung oder nicht. Auch finden sich keine Angaben zu eineiigen oder zweieiigen Zwillingen. Hier findest du die Pressemitteilung über Mehrlingsgeburten 2019 vom Statistischen Bundesamt.

Steigende Zwillingsgeburten – Woher kommt diese Entwicklung

Die wachsende Anzahl an Mehrlingsgeburten ist einerseits auf die seit 1982 stattfindende künstliche Befruchtung zurückzuführen, andererseits auf das zunehmend steigende Alter der Frauen bei der Geburt. Denn ab 30 Jahren sinkt die Fruchtbarkeit der Frauen. Der Körper versucht dies zu umgehen, in dem er häufiger in einem Zyklus zwei Eizellen heranreifen lässt.

Zahlen zur künstlichen Befruchtung – Zwillinge

Das Deutsche IVF Register (DIR) erfasst jährlich die Zahlen zur künstlichen Befruchtung. Im Jahre 2019 gab es insgesamt 110.786 Behandlungszyklen. „Aus den Behandlungen des Jahres 2018 wurden insgesamt 21.385 Kinder geboren.

2018 ist erstmalig der Anteil an Mehrlingen unter 20 % gesunken. 2017 lag der Anteil der Mehrlinge bei 22 % vs. 78 % Einlinge. Das Durchschnittsalter der Frauen ist 2019 gestiegen und liegt bei 35,5 Jahren. Das der Männer bei 38,9 Jahren.“ (DIR, 2020). Das ausführliche Journal zur Reproduktionsmedizin und Endokrinologie 2020 kannst du hier einsehen.

Ob auf lange Sicht die Mehrlingsgeburtenrate aufgrund der niedrigeren Anzahl an Mehrlingsgeburten durch die Reproduktionsbehandlung sinken wird, bleibt abzuwarten. Eins zeigt sich mit Gewissheit: Zwillinge sind heutzutage keine Seltenheit.


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