Hier siehst du die Tür vom Weihnachtswichtel Nisse.

Weihnachtswichtel Ideen – Als Nisse bei uns einzog

Als im letzten Jahr die Adventszeit vor der Tür stand, wollte ich sie für die Zwillinge so unvergesslich wie möglich gestalten. Inspiriert durch die vielen tollen Geschichten über den Weihnachtswichtel, plante ich einen Wichtel bei uns einziehen zulassen. Schließlich waren die Zwillinge im perfekten Alter: Sie zerpflückten nicht mehr alles und die Vorstellungskraft von 3-Jährigen ist grenzenlos. Also musst er her, der Wichtel. Hier erzähle ich, wie Nisse bei uns einzog und gebe Weihnachtswichtel Ideen.

EIn Wichtel musste her – Weihnachten steht vor der WichtelTür

Unser Wichtelmännchen taufte ich Nisse (Bedeutung: Wichtel), wie die Kobolde in Dänemark, Norwegen und auf den Färöer-Inseln genannt werden. Für den Einzug von Nisse besorgte ich mir eine kleine Tür aus Holz sowie ein paar Utensilien in Miniatur wie Stiefel, Besen, Schlitten, Tannenbäume und Stöcke für ein angedeutetes Lagerfeuer. 

Nissedor, hier sieht man die Weihnachtswichteltür

Einen Abend vor dem 1. Dezember zog der Kobold bei uns ein. Nachdem ich die Tür angemalt hatte, befestigte ich sie an der Wand, stellte die Dekoration auf, bastelte eine Fußmatte, hinterließ Fußstapfen im Schnee und einen Brief für die Kinder. Darin stellt sich der Wichtel vor, wie er heißt und warum er bei uns eingezogen ist.

Nisse ist da – WEihnachtswichtel Ideen

Am nächsten Morgen bekamen die Zwillinge riesige Augen, als sie die kleine Nissedør (Wichteltür) und den Brief entdeckten. Sie waren voller Begeisterung: Bis Weihnachten würde ein Kobold bei uns wohnen. Natürlich untersuchten sie die Wichteltür genau und suchten einen Durchbruch in der Wand. Doch mit der Erklärung, Wichtel können zaubern, waren sie zufrieden. 

Hier seht ihr den Brief vom Weihnachtswichtel Nisse.
Brief von Weihnachtswichtel Nisse

Jeden Morgen war es eine Attraktion für die Zwillinge nachzusehen, was Nisse wieder alles angestellt hatte. Mal hinterließ er Krümel auf dem Wohnzimmerboden, mal war alles zugeschneit vor seiner Tür, ein anders Mal lagen überall Holzspäne herum, weil er nachts Holz gehackt hatte. Dann bat er in einem Brief um Weihnachtsplätzchen. Manchmal mussten die Zwillinge auch etwas für ihn erledigen. So kam es, dass sie den Auftrag erhielten, eine Leiter für ihn zu bauen, damit es ihm leichter fiel, die Wichteltür zu erreichen. All diese kleinen Veränderungen und Vorgaben regten die Fantasie der Kinder an und sie erzählten die Geschichte von selbst weiter, was wohl der Wichtel alles so in der Nacht gemacht haben könnte. 

Fazit – Weihnachtswichtel bei den Zwillingen

Der Wichtel kam so gut an, dass die Zwillinge bereits nachgefragt haben, ob er denn dieses Weihnachten wieder bei uns einzieht. Aktuell halte ich es noch spannend und lasse die Zwillinge im Unklaren. Meist sage ich dann: Mal schauen, ob dieses Jahr wieder einen Wichtel zu uns kommt. Schließlich gibt es ja noch so viele andere Kinder. Aber natürlich wird Nisse auch dieses Jahr zur Adventszeit bei uns einziehen – und das sooft, bis die Zwillinge nicht mehr daran glauben.

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Dort, wo die Nissedør war, erwuchs ein Pilz. Daneben Nisses Abschiedsbrief

Utensilien – Das brauchst du für den Weihnachtswichtel-Brauch

  • Eine Miniatur-Tür, die du an der Wand befestigen kannst.
    Tipp: Du kannst sie aus Holzstäbchen selbst herstellen. Ein kleine Perle ist der Türgriff. Anmalen kannst du sie dann nach belieben.
  • Unterschiedliche Miniatur Utensilien, die auf das Minimännlein hindeuten. Das können zum Beispiel sein: Stiefel, Besen, Eimer, Fußmatte, Bank, Stühle, Tisch, Bäume und vieles mehr.
    Tipp: Stelle nicht gleich alles Zubehör auf damit du immer wieder etwas verändern kannst.
  • Dekoschnee für eine Winterlandschaft

namensvorschläge für deinen Weihnachtswichtel

  • Nisse (Bedeutung: Wichtel, abgeleitet aus dem dänischen von Niels, Kurzform von Nikolaus)
  • Tomte (So nennen die Schweden den Wichtel)
  • Tonttu ( So wird er in Finnland genannt)
  • Lars
  • Nils
  • Pelle
  • Rudi
  • Ole

Wichtelbrief – Diese Grundelemente sollte der Brief umfassen

Neben der kleinen aufgebauten Nissetür und weiterer Dekoration ist ein Brief vom Wichtel der Start für die Wichtelzeit. Hier sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Achte darauf, dass der Brief Folgendes enthält, um ein Grundgerüst für deine Wichtelgeschichte zu schaffen, die du tagtäglich weiter erzählst:

INHALTE FÜR DEN ersten WICHTELBRIEF:

  • Name des Wichtel
  • Warum er bei deinen Kindern eingezogen ist
  • Bis wann der Wichtel vor hat zu bleiben
  • Was der Wichtel gerne isst

ideen und anregungen für deine tägliche Wichtelgeschichte

  • Krümel vor dem Kühlschrank platzieren –> Wichtel hatte in der Nacht Hunger
  • Holzspäne vor der Wichteltür verteilen –> Wichtel war nachts Holz hacken
  • Kleines Lagerfeuer andeuten –> Dem Wichtel war es wohl kalt in der Nacht
  • Kekse oder andere Leckereien die Kinder abends hinstellen lassen –> am nächsten Morgen alles weg, bis auf ein paar Krümel
  • Einen Brief vom Wichtel hinterlegen und die Zwillinge bitten, etwas für ihn zu machen. Bsp. eine Leiter für ihn bauen oder einen Schlitten
  • Alles mit Dekoschnee bestreuen —> In der Nacht hat es sehr stark geschneit
  • Mit einer Notiz vom Wichtel die Kinder bitten für ihn Schnee zu schaufeln, weil es so doll geschneit hat und er nicht dazu kam. –> damit der Wichtel nicht ausrutscht
  • ein kleines Päckchen vor der Wichteltür platzieren –> Oh, das Weihnachtsgeschenk hat er wohl vergessen
  • Toilettenpapierrolle etwas aufgerollt neben die Wichtelwelt platzieren –> Nisse macht Unfug 

Hintergrundwissen zum Weihnachtswichtel-Brauch

Durch die bitterkalten und langen Winter gehören die Geschichten von Kobolden in den skandinavischen Ländern zu einer langen Tradition, verkürzten die Erzählungen doch das Warten auf den Frühling. In Dänemark gibt es zu Weihnachten den Julenisse (Weihnachtswichtel). Traditionell hilft er dem Weihnachtsmann, die Geschenke herzustellen. Zum Dank erhält er in der Adventszeit Milchreis von den Menschen.

In Schweden und Finnland wird der Weihnachtskobold (Jul-)Tomte bzw. Tonttu genannt. Traditionell ist der Tomte ein Wichtel oder Heinzelmännchen, das auf dem Bauernhof lebt und seine Bewohner und Tiere schützt. Auf jedem Hof gibt es einen eigenen Tomte. Er ist klein, stark und besitzt einen grauen langen Bart. Zudem ist so ein Wichtel sehr, sehr alt.

Gibt es bei dir einen Weihnachtswichtel dieses Jahr? Wie findest du den Wichtelbrauch? Hast du den Wichtel auch schon bei dir gehabt? Ich freue mich, wenn du mir darüber in einem Kommentar erzählst. ♡ 

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