Zwillingsschwangerschaft ein unaufhaltsamer Trend

Amal Clooney, Beyonce selbst Kate Middelton soll sie angeblich bekommen: Zwillinge scheinen im Trend zu liegen und fast „gewöhnlich“ zu sein. Warum aber häufen sich Zwillingsschwangerschaften oder ist das nur mein Gefühl?

Laut dem Statistischen Bundesamt steigt seit 2011 die Mehrlingsgeburtenrate stetig. Waren es im Jahre 2011 noch 11.490 Mehrlingsgeburten sind es im Jahre 2015 bereits 13.637 Geburten mit mehr als einem Kind. Davon sind alleine 13.368 Zwillingsgeburten. Das ist eine Steigerung von 18,69 Prozent der Mehrlingsgeburten. Wenn auch die Mehrlingsgeburten Rate gestiegen ist, erscheint sie im Vergleich zur Geburtenrate von 737.575 in 2015 nicht allzu hoch.

Zwillingsschwangerschaft – deshalb häuft sie sich

Zwei Gründe sind für den Trend der steigenden Mehrlingsgeburten zu nennen: das Alter der Frau bei Eintritt einer Schwangerschaft und die künstliche Befruchtung.

Viele Frauen verwirklichen sich mit einem Studium und beruflich. Der Kinderwunsch ist somit erst zu einem späteren Zeitpunkt attraktiv. Ab 30 Jahren gilt eine Frau als Spätgebärende und die Fruchtbarkeit beginnt zu sinken. Mit 35 Jahren nimmt die Fruchtbarkeit dann rapide ab. Da der Körper die innere Uhr überlistet und das Hormon FSH erhöht freisetzt, springen in einem Zyklus mehrere Eier, die eine Mehrlingsschwangerschaft begünstigen. Das heißt, im Alter von 35 bis 39 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge erhöht, wenn auch insgesamt die Möglichkeit schwanger zu werden sinkt.

Zwillingsschwangerschaft & künstliche Befruchtung

Um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen bei der künstlichen Befruchtung, bekommen die Frauen auf Wunsch mehr als eine Eizelle in den Körper eingesetzt. Gleichzeit steigt damit die Aussicht auf eine Mehrlingsschwangerschaft.

Bei der künstlichen Befruchtung gibt es verschiedene Verfahren. Während der IVF (In vitro Fertilisation) Behandlung entnimmt man Eizellen aus dem Körper der Frau und führt sie im Reagenzglas mit dem Sperma des Mannes zusammen. Bei dieser Methode wartet der Biologe, bis eine Spermie von selbst in die Eizelle eindringt. Ist dies erfolgt, überträgt man die befruchtete Eizelle in den Körper der Frau.

Bei der ICSI Methode (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) entnimmt man ebenfalls Eizellen der Frau. Der Unterschied zur IVF Behandlung ist, dass bei der ICSI Behandlung eine einzelne Spermie direkt in die Eizelle injiziert wird. Danach wird die befruchtete Eizelle in den Körper der Frau transferiert.

die Zwillingsschwangerschaft & Ich

Ich gehöre ebenfalls zu der Gruppe Frauen, die älter als 35 Jahre während der Schwangerschaft war. Ob erhöhtes Alter der Frau oder künstliche Befruchtung:  Zwillingskinder sind und bleiben das schönste Abenteuer, das getrost immer häufiger vorkommen darf.

Erzähle mir von dir. Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich über deine Kommentare und Anregungen. Teile meinen Blog damit noch mehr Zwillingsmamas davon erfahren!

Nachtrag:

In einem Interview auf FreiePresse.de stellt Zwillingsforscher Andreas Busjahn klar, dass „die Zahl der eineeigen Zwillinge in etwa gleich geblieben ist. Aber die Zahl der zweieigen Zwillingspaare gestiegen ist.“ Laut Busjahn hat das weniger mit der künstlichen Befruchtung, als mit dem Anstieg des Lebensalters der Mütter zu tun. „Das sehr interessante Interview  „Zwillinge mein ein und alles“ findest du hier.

3 Gedanken zu “Zwillingsschwangerschaft ein unaufhaltsamer Trend

  1. Lori schreibt:

    Sehr interessanter Beitrag, wäre interssant zu wissen gewesen auch wie viel Prozent der gesamten Zwillingsgeburten auf natürlichem oder künstlichen Wege sind.

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    • Zwillinge2go schreibt:

      Hallo Lori, in einem aktuellen Bericht der Zeit (N43/17) konnte ich Folgendes über Geburten auf künstlichem Wege finden: „Etwa 250 000 Kinder sind in Deutschland mithilfe der Fortpflanzungsmedizin geboren worden, jedes Jahr kommen knapp 10 000 hinzu.“ Wie viele davon Mehrlinge sind und ab welchem Jahr die Zahl beginnt, ist leider nicht aufgeführt. LG Z2G

      Hier findest du den Link zum Artikel der Zeit zum Embryonenschutzgesetz

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